Eine Matte unter dem Laufband: Warum sie sinnvoll ist und worauf Sie achten sollten
Titel: Eine Matte unter dem Laufband: Warum sie sinnvoll ist und worauf Sie achten sollten
Wer sich ein Laufband für zu Hause anschafft, denkt vor allem an das Gerät selbst: an die Geschwindigkeit, die Größe und den Standort. Der Bodenbelag wird meist erst dann beachtet, wenn etwas schiefgeht. Die Nachbarn beschweren sich über das Dröhnen, das Laminat hat einen Kratzer oder das Laufband verschiebt sich beim Gehen ein Stück. Eine Matte unter dem Laufband verhindert viele dieser Probleme. In diesem Artikel erfahren Sie, was eine solche Matte genau bewirkt, auf welchen Böden sie den größten Unterschied macht und worauf Sie bei Größe, Dicke und Material achten sollten.
Was eine Matte unter dem Laufband genau bewirkt
Ein Laufband ist kein gewöhnliches Möbelstück. Es wiegt schnell einige Dutzend Kilo, dazu kommt Ihr eigenes Gewicht. Außerdem bewegt es sich. Bei jedem Schritt entsteht Druck auf dem Boden, der Motor vibriert leicht mit und das Band dreht sich während eines Trainings tausende Male. Eine Matte fängt einen großen Teil dieser Belastung ab. Das macht sich in vier Bereichen bemerkbar.
Schutz Ihres Bodens
Die Füße eines Laufbands tragen das gesamte Gewicht des Geräts und des Nutzers zusammen. Dieser Druck lastet auf wenigen kleinen Punkten. Auf weicheren Böden wie Laminat, Parkett oder PVC-Boden kann das mit der Zeit bleibende Dellen verursachen.
Auch Kratzer drohen. Bei intensiver Nutzung verschiebt sich ein Laufband manchmal ein paar Millimeter hin und her. Sand oder Schmutz unter den Füßen wirkt dann wie Schleifpapier. Außerdem reagiert Gummi manchmal mit der obersten Schicht eines Vinyl- oder PVC-Bodens, wodurch gelbe oder dunkle Flecken entstehen. Eine Matte sorgt dafür, dass das Laufband den Boden nirgends direkt berührt.
Außerdem fällt beim Training manchmal ein Tropfen Schweiß oder Wasser auf den Boden. Und wer das Band schmiert, kann ein wenig Öl verschütten. Auf einer Matte wischen Sie das einfach weg, während es in einen Holzboden einziehen kann.
Weniger Lärm und Vibrationen
Der Geräuschpegel eines Laufbands setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Der erste Teil ist das Summen des Motors, das Sie vor allem im selben Raum hören. Der zweite Teil ist Trittschall: Die Vibrationen Ihrer Schritte und des laufenden Bands übertragen sich über den Boden in den Rest des Hauses.
Gerade dieses Trittschallgeräusch ist in einer Wohnung oder einem Reihenhaus am störendsten. Die Nachbarn unter Ihnen hören keinen Motor, sondern ein dumpfes, rhythmisches Poltern. Eine Matte mit ausreichender Dämpfung fängt einen Teil dieser Vibrationen ab, bevor sie den Boden erreichen. Das Geräusch verschwindet nicht vollständig, wird aber spürbar leiser.
Stabilität und Halt
Ein Laufband, das sich beim Laufen verschiebt, fühlt sich unruhig an und kann unsicher sein. Das passiert vor allem auf glatten Böden wie Fliesen oder lackiertem Holz. Eine Matte mit rutschhemmender Unterseite hält das Laufband an seinem Platz. Außerdem gleicht eine Matte kleine Unebenheiten im Boden aus, sodass das Laufband gleichmäßiger auf dem Boden aufliegt und weniger wackelt.
Weniger Staub am Motor
Dieser Vorteil wird oft übersehen. Der Motor eines Laufbands muss gekühlt werden und saugt dafür Luft an. Staub, Fusseln und Haare auf dem Boden gelangen so leicht unter die Motorabdeckung. Eine Matte bildet einen sauberen, abgegrenzten Bereich, den Sie leicht sauber halten können. Besonders mit Haustieren im Haus verhindert das, dass sich Schmutz rund um den Motor und unter dem Laufband ansammelt.
Kurz gesagt: Eine Matte schützt Ihren Boden, dämpft Geräusche, hält das Laufband stabil und hilft, den Motor sauber zu halten.
Auf welchen Böden macht eine Matte den größten Unterschied?
Jeder Boden profitiert von einer Matte, aber die Wirkung hängt vom Untergrund ab. Die folgende Übersicht hilft Ihnen einzuschätzen, was Sie erwarten können.
|
Boden |
Größtes Risiko ohne Matte |
Was die Matte bewirkt |
|---|---|---|
|
Laminat |
Dellen, Kratzer und sich übertragender Schall |
Verteilt den Druck und dämpft Trittschall |
|
Parkett oder Holzboden |
Kratzer, Druckstellen und Feuchtigkeitsflecken |
Schützt die Oberfläche vor Druck und Feuchtigkeit |
|
PVC oder Vinyl |
Verfärbungen durch Gummi und Dellen |
Verhindert direkten Kontakt mit der Oberfläche |
|
Fliesen oder Beton |
Verrutschen und starke Vibrationen |
Sorgt für Halt und Dämpfung |
|
Teppichboden |
Staub am Motor und ein instabiler Untergrund |
Bietet eine ebene, harte Basis |
Teppichboden verdient besondere Aufmerksamkeit. Viele denken, dass ein weicher Boden bereits ausreichend dämpft. In der Praxis sinkt ein Laufband auf hochflorigem Teppich ungleichmäßig ein, und Fasern und Staub werden leicht in Richtung Motor gezogen. Eine Matte sorgt hier vor allem für einen stabilen und sauberen Untergrund.
Worauf sollten Sie bei der Auswahl einer Matte achten?
Nicht jede Matte ist gleich gut geeignet. Eine gewöhnliche Yogamatte oder eine lose Fußmatte scheint eine praktische Lösung zu sein, ist aber nicht für das Gewicht und die Bewegung eines Laufbands gemacht. Achten Sie bei der Auswahl auf folgende Punkte.
Größe
Die Matte sollte größer sein als das Laufband selbst. Lassen Sie an jeder Seite möglichst ein paar Zentimeter Platz. So stehen die Füße nie auf dem Rand und die Matte liegt auch bei einer kleinen Verschiebung weiterhin unter dem gesamten Gerät.
Messen Sie daher zuerst die Länge und Breite Ihres Laufbands, einschließlich etwaiger Rollen oder hervorstehender Teile. Vergleichen Sie diese Maße mit den Abmessungen der Matte. Verwenden Sie ein kompaktes Walking Pad unter einem Stehschreibtisch, brauchen Sie eine kleinere Matte als für ein Laufband mit Haltegriff und längerer Lauffläche.
Dicke
Die Dicke bestimmt, wie stark die Matte dämpft. Eine Matte mit wenigen Millimetern schützt den Boden vor Kratzern, dämpft Vibrationen aber kaum. Eine dickere Matte dämpft besser, doch zu dick sollte sie auch nicht sein. Auf einer sehr weichen und dicken Matte kann das Laufband wackeln, was sich weniger stabil anfühlt.
Für ein Laufband zu Hause ist eine Matte mit einer Dicke von etwa 4 bis 6 Millimetern meist ein guter Kompromiss zwischen Dämpfung und Stabilität. Wohnen Sie über anderen und ist Lärm Ihre größte Sorge, können Sie eine etwas dickere Matte wählen, solange sie stabil genug bleibt.
Material
Matten voor Fitnessgeräte bestehen meist aus einem dieser Materialien:
- Gummi: schwer, stabil und gut dämpfend. Gummi bleibt gut liegen und ist lange haltbar. Ein Nachteil ist, dass neue Gummimatten in den ersten Tagen einen eigenen Geruch haben können.
- PVC: leicht, wasserabweisend und einfach zu reinigen. PVC-Matten lassen sich oft zusammenrollen und daher leicht transportieren.
- EVA-Schaumstoff: wird häufig für Puzzlematten verwendet. Leicht und weich, aber weniger stabil. Unter dem Gewicht eines Laufbands können bleibende Abdrücke entstehen, und die einzelnen Teile rutschen manchmal auseinander.
Wenn Sie einen Vinyl- oder PVC-Boden haben, prüfen Sie, ob die Matte für diesen Untergrund geeignet ist. Manche Gummiarten können auf diesen Böden nämlich Verfärbungen verursachen.
Unter- und Oberseite
Eine gute Matte hat eine rutschfeste Unterseite, damit sie nicht über den Boden gleitet. Die Oberseite sollte am besten leicht strukturiert sein. So stehen die Füße des Laufbands sicher und Sie können sicher auf- und absteigen, auch mit Socken.
Pflege und Aufbewahrung
Wählen Sie eine Matte, die Sie mit einem feuchten Tuch abwischen können. Wenn Sie das Laufband nach dem Gebrauch verstauen, ist eine Matte, die Sie zusammenrollen oder flach lagern können, praktisch. Eine Schutzmatte, die auf die Maße eines kompakten Laufbands abgestimmt ist, macht diese Entscheidung deutlich einfacher. So müssen Sie sich nicht selbst mit den Abmessungen und der Dicke herumärgern.
So legen Sie die Matte richtig aus
Eine Matte auszulegen scheint einfach, doch mit ein paar kleinen Schritten holen Sie mehr aus ihr heraus.
- Reinigen Sie den Boden. Entfernen Sie Staub, Sand und kleine Steinchen. Schmutz unter der Matte kann sonst trotzdem Kratzer verursachen.
- Lassen Sie die Matte eine Weile flach liegen. Bei einer aufgerollten Matte können sich die Ränder manchmal nach oben biegen. Breiten Sie sie einen Tag lang in einem Raum mit normaler Zimmertemperatur aus, damit sie ganz flach liegt.
- Legen Sie den Standort fest. Lassen Sie hinter dem Laufband etwa einen Meter Platz, damit Sie sicher absteigen können. Achten Sie darauf, dass sich eine Steckdose in der Nähe befindet.
- Stellen Sie das Laufband mittig auf. Heben oder rollen Sie das Laufband auf die Matte und prüfen Sie, ob alle Füße vollständig darauf stehen.
- Prüfen Sie, ob das Laufband eben steht. Drücken Sie auf jede Ecke des Laufbands. Wackelt es, verschieben Sie es etwas oder prüfen Sie, ob die Matte irgendwo gewölbt ist.
- Verlegen Sie das Kabel ordentlich. Führen Sie das Kabel nicht unter der Matte oder der Lauffläche hindurch. Verlegen Sie es seitlich entlang zur Steckdose.
Pflege der Matte
Eine Matte braucht wenig Pflege, aber etwas Aufmerksamkeit hält sie länger schön und sorgt dafür, dass sie ihre Aufgabe weiterhin erfüllt.
Regelmäßig reinigen
Saugen Sie die Matte und den Boden rund um das Laufband etwa einmal pro Woche. Wischen Sie die Matte gelegentlich mit einem feuchten Tuch und einem milden Reinigungsmittel ab. Verwenden Sie keine aggressiven Mittel, da diese das Material austrocknen können.
Schauen Sie auch unter die Matte
Heben Sie die Matte einmal im Monat an. So können Sie prüfen, ob Feuchtigkeit oder Schmutz darunter gelangt ist. Besonders bei Holzböden sollten Sie verhindern, dass sich dort längere Zeit Feuchtigkeit hält.
Achten Sie auf Verfärbungen durch Licht
Ein Holz- oder lackierter Boden verfärbt sich durch Tageslicht allmählich. Deshalb bleibt die Stelle unter der Matte etwas heller als der Rest des Bodens. Wenn Sie das Laufband später umstellen, ist manchmal ein deutlicher Umriss zu sehen. Steht das Laufband in einem sonnigen Raum, können Sie die Matte gelegentlich um ein paar Zentimeter verschieben, um den Unterschied zu verringern.
Tauschen Sie die Matte rechtzeitig aus
Wenn Sie tiefe Abdrücke, Risse oder Ränder sehen, die nicht mehr flach liegen, dämpft und schützt die Matte nicht mehr so gut. Dann ist es ein guter Zeitpunkt, sie auszutauschen.
Eine Matte für ein Laufband, das Sie verstauen
Viele Menschen entscheiden sich für ein Laufband, das nach dem Gebrauch unter dem Sofa, dem Bett oder einem Schrank verschwindet. Dann können Sie die Matte auf zwei Arten verwenden.
Die erste Möglichkeit ist, die Matte dauerhaft an einem festen Platz liegen zu lassen, zum Beispiel unter einem Schreibtisch oder neben dem Sofa. Nach dem Training rollen Sie das Laufband herunter und stellen es vor der nächsten Trainingseinheit wieder darauf. Das funktioniert gut, wenn die Matte nicht im Weg liegt.
Die zweite Möglichkeit ist, die Matte zusammen mit dem Laufband aufzubewahren. Eine dünne, aufrollbare Matte braucht wenig Platz und ist in wenigen Sekunden wieder ausgelegt. Achten Sie dabei darauf, dass unter Ihren Möbeln genug Platz für Laufband und Matte zusammen ist, wenn Sie beides übereinander liegen lassen möchten.
Suchen Sie noch ein Laufband für zu Hause, sollten Sie den Untergrund gleich mit einplanen. Wer im Voraus weiß, wo das Laufband stehen soll und welcher Boden dort liegt, kann die passende Kombination aus Laufband und Matte leichter auswählen.
Eine kleine Anschaffung mit großer Wirkung
Eine Matte unter dem Laufband fällt kaum auf, aber Sie merken den Unterschied jeden Tag. Ihr Boden bleibt intakt, die Nachbarn hören weniger, das Laufband steht stabil und der Motor muss weniger Staub verarbeiten. Diese vier Vorteile sorgen gemeinsam dafür, dass Sie Ihr Laufband länger und mit mehr Freude nutzen können.
Achten Sie bei Ihrer Wahl vor allem auf eine ausreichend große Fläche, eine Dicke, die Dämpfung und Stabilität vereint, und ein Material, das zu Ihrem Boden passt. Legen Sie die Matte sorgfältig aus und halten Sie sie sauber. Dann ist die Grundlage unter Ihrem Laufband genauso gut wie das Gerät selbst.

